Etwa 1% aller Neugeborenen haben einen angeborenen Herzfehler. Jährlich werden in Deutschland etwa 6.000 Kinder mit angeborenen Herz- und Gefäßfehlern geboren, welche somit die häufigsten angeborenen Erkrankungen darstellen. Dank medizinischer Fortschritte können inzwischen fast alle Herzfehler im Säuglings- und Kindesalter korrigiert werden. Man schätzt, dass heute über 80% der Patienten das Erwachsenenalter erreichen werden.
Das Spektrum der angeborenen Herzläsionen ist jedoch außerordentlich groß, so dass für jeden Patienten eine individuelle und qualifizierte fachliche Betreuung erforderlich ist. Die Ursachenforschung der Herzerkrankungen erfordert aber auch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Kliniken an der Universität Münster, die sich zu einem Herzzentrum zusammengeschlossen haben.
Neben der medizinischen Versorgung wird den betroffenen Familien eine psycho-soziale Begleitung angeboten.
In der Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Münster werden jährlich 4.000 Kinder wegen eines Herzfehlers untersucht und betreut sowie an über 200 Kindern und etwa 40 Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler Operationen durchgeführt (inkl. Transplantationen und Kunstherzüberbrückungen). Die stationären Behandlungen liegen bei ca. 900 pro Jahr.
Quelle: Vorwort zu unserer Vereinsbroschüre "Das herzkranke Kind"
Prof. Dr. med. J. Vogt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde - Kardiologie im Universitätsklinikum Münster
Zitat:
Angaben der DGPK (Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie) unter Einbeziehung der Bayer. Fehlbildungsstudie sowie Erhebungen von Dr. Bruckenberger, Niedersächsisches Sozialministerium
Stand: Juli 2001
30.11.2012
07.05.2012
05.05.2012
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